Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld glaubt nicht an einen Alleingang von Rekordmeister Bayern München in der am Freitag beginnenden Bundesliga-Saison.

Zwar sei sein früherer Klub Favorit, erklärte Hitzfeld in einem Interview mit dem "Münchner Merkur", er glaube aber nicht, "dass es zu einem Durchmarsch kommt oder dass die Münchner mit großem Vorsprung Meister werden".

Der 62-Jährige rechnet zwar mit dem 23. Titelgewinn seines Ex-Klubs, prognostiziert aber ein enges Rennen an der Spitze der Liga.

"Die Konkurrenz, allen voran Dortmund, wird ihnen vom Start an auf den Fersen sein", glaubt der frühere Bayern-Coach: "Es wird ein schwerer Kampf diese Saison, Meister zu werden. Und zwar für alle Kandidaten, zu denen ich noch Leverkusen zähle."

Dass Hitzfeld den FC Bayern dennoch als Topfavoriten sieht, begründete er vor allem mit der Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes und der gelungenen Transferpolitik der Münchner.

"Jupp Heynckes und der FC Bayern - das passt", erklärte Hitzfeld: "Vor gut zwei Jahren hat er seinen Spaß am Beruf beim FC Bayern wiedergefunden, dann hat er in Leverkusen hervorragend gearbeitet - er wird in München einen guten Job machen."

Große Hoffnungen setzt Hitzfeld auch in seinen früheren Schützling Bastian Schweinsteiger, der in der vergangenen Saison nicht dauerhaft an die starken Leistung der vorangegangenen WM-Saison anknüpfen konnte.

"Bastian ist ein überragender Spieler, technisch enorm versiert und taktisch geschult. Er ist der Kopf dieser Bayern-Mannschaft und wird sicher wieder eine starke Saison spielen", sagte Hitzfeld.

Schweinsteiger sei "weiterhin absolute Weltklasse und muss sich auch hinter einem Xavi oder Iniesta nicht verstecken".

Auch in der Champions League traut Hitzfeld dem FC Bayern in der anstehenden Spielzeit das Finale im eigenen Stadion zu: "Warum nicht? Ich bin da Optimist. Die Bayern werden alles dransetzen, dieses Ziel zu erreichen", sagte Hitzfeld.

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