Jupp Heynckes hat aus seiner langjährigen Erfahrung als Fußball-Trainer viele Lehren gezogen und seinen Arbeitsstil verändert, vor allem im Umgang mit den Spielern.

"Ich war früher manchmal brüsk, zu rigoros. Ich bin heute großzügiger, da hat mir das Ausland gut getan", sagte der Trainer von Bayern München der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Man muss in der Öffentlichkeit behutsam mit Spielern umgehen, sie haben ein Recht, geschützt zu werden."

Der Fußball habe seit seinem ersten Engagement beim deutschen Rekordmeister (1987-1991) insgesamt ein neues Gesicht. "Das Training können Sie gar nicht mehr miteinander vergleichen. Die Spieler haben andere und viel kleinere Räume zur Verfügung. Auch die taktische Ausrichtung ist viel feiner, das Spiel viel schneller.

"Auch in Sachen Personal sei nichts mehr wie es war. "Damals fuhren bei den Reisen ein Physio mit, der noch Masseur hieß, dann der Trainer und der Manager, das war es schon. Und der Physio machte noch die Hotelbuchungen und die Abrechnungen", sagte der 66-Jährige.

Großen Wert legt Heynckes auf den Gemeinschaftssinn. "Ich will beim FC Bayern, dass wir zusammen frühstücken. Es nimmt sich jeder das Frühstück selbst am Büfett und räumt dann auch wieder ab." Auch Ordnung müsse sein. `Die Kabine verlässt jeder Spieler so, wie er sie betreten hat. Ich mag nicht, wenn Spieler ihre Sachen einfach liegen lassen.

Zu viel möchte sich der erfahrene Trainer aber nicht einmischen.

"Ich bin großzügig, wenn ein Spieler zu spät kommt, weil er im Stau steht, das soll die Mannschaft unter sich regeln. Ich bin doch nicht ihr Polizist."

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