DFB-Präsident Theo Zwanziger steht der von Felix Magath geforderten Einführung des Videobeweises grundsätzlich positiv entgegen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

"Wir müssen uns bemühen, die Ergebnisse gerechter zu machen, was natürlich nie ganz gelingen wird. Auf den ersten Blick drängt sich der Einsatz z.B. von TV-Bildern auf. Aber: Die Tatsachen-Entscheidung des Schiedsrichters muss unantastbar bleiben", sagte er der "Bild"-Zeitung:

"Ich kann mir nur vorstellen, dass der Schiedsrichter sich bei einer gravierenden Frage wie Tor oder Nicht-Tor Hilfe holt, bevor er eine Entscheidung fällt. Es darf nicht dazu kommen, dass TV-Beweise Entscheidungen rückgängig machen. Und: Spiele dürfen nicht zu oft und zu lange unterbrochen werden."

Ob sich die Regelhüter der FIFA zu einer Änderung hinreißen lassen, weiß Zwanziger nicht: "Eine Veränderung geht nur über sie. Aber ich finde es undemokratisch und ungerecht, das acht Leute über den gesamten Fußball entscheiden."

Trainer Magath hatte nach der 0:1-Heimniederlage seines VfL Wolfsburg gegen Bayern München am Samstag die Einführung des Videobeweises gefordert, nachdem ein reguläres Tor von VfL-Stürmer Patrick Helmes wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel