Bundesligist VfB Stuttgart bangt vor dem Spiel am Samstag gegen Bayer Leverkusen um den Einsatz von Nationalspieler Serdar Tasci.

Den Innenverteidiger plagt seit dem 1:1 am Sonntag in Gladbach eine Knieprellung. "Das wird ein Wettlauf gegen die Zeit", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. Tasci konnte auch am Donnerstag nur Lauftraining absolvieren.

Nachdem Matthieu Delpierre und Georg Niedermeier schon längere Zeit verletzt ausfallen, gilt Patrick Bauer aus der zweiten Mannschaft als Alternative für Tasci.

Möglich wäre auch, dass Labbadia Khalid Boulahrouz von der rechten Seite ins Abwehrzentrum zieht. "Doch dann müsste ich zwei Positionen ändern", meinte Labbadia.

Im Mittelpunkt der Partie steht der kürzlich von Stuttgart nach Leverkusen ausgeliehene Torwart Bernd Leno. Ob er befürchte, dass der 19-Jährige gerade gegen den VfB über sich hinauswachsen könnte, wurde Labbadia gefragt. "Wenn wir davor Angst hätten, dürften wir solche Transfers nicht machen", antwortete er.

Labbadia und Sportdirektor Fredi Bobic stellten noch einmal klar, dass der VfB Leno an Leverkusen nur für ein halbes Jahr ohne weitere Optionen ausgeliehen hat.

"Wir wollen ihn nicht verkaufen", betonte Bobic. Und Labbadia ergänzte: "Wir haben Leverkusen extrem geholfen. Wir hoffen, dass Bernd im Winter mit Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung zurückkommt."

Nach dem guten Start in die Saison mit vier Zählern aus zwei Spielen ist die Euphorie um den VfB derzeit sehr groß.

Bereits im Vorverkauf konnten die Schwaben für die neu ausgebaute Arena über 50.000 Tickets absetzen - soviel wie noch nie in der Bundesliga-Geschichte bei einem Spiel gegen Leverkusen, wie der Verein mitteilte. Bisher gab es 32 Heimspiele des VfB gegen Bayer.

Für Labbadia zählt Bayer "zur Topelite der Liga. Die sind nicht umsonst Vizemeister geworden. Da ist eine gute Ordnung sehr wichtig".

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