Philipp Lahm weht aufgrund der bekannt gewordenen Kritik bereits vor der Veröffentlichung seines Buches herber Gegenwind aus der Bundesliga entgegen.

Bremens Sportchef Klaus Allofs kann Lahms Motivation nicht verstehen. "Ich bin schon lange in diesem Geschäft, aber ich habe noch nie den Drang verspürt, ein Buch darüber zu schreiben. Es gibt einfach gewisse Regeln, die man einhalten sollte."

Stuttgarts Manager Fredi Bobic bewertet das Buch derweil als Vertrauensbruch: "Ich würde ihm nie mehr was erzählen. Es wird ihm schaden, Gratulation dazu! Ich verstehe das nicht und kann die Aussagen von Rudi Völler nur bestätigen."

"Muss er als aktueller Spieler ein Buch schreiben? Welchen Nutzen hat das? Es ist das Schlechteste, was Du als Spieler machen kannst!", sagte Bobic.

Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski warf Lahm "schlechten Stil" vor: "Zu erzählen, was der oder jener nachts im Hotel macht. Das macht man nicht. Ob man in diesem Alter schon ein Buch schreiben muss, weiß ich nicht. Diese Leute haben in meinen Augen viel zu viel Zeit, sich über andere Menschen Gedanken zu machen."

Stanislawski weiter: "Das ist unfassbar und spricht auch dafür, wie uninteressant das eigene Leben ist und wie interessant das Leben anderer ist. Zu meiner Zeit wäre das innerhalb unserer Mannschaft problematisch geworden."

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