Nach dem Wirbel um sein umstrittenes Buch haben die Bosse des FC Bayern den Kapitän in Schutz genommen.

"Wenn die Veröffentlichungen in der `Bild´-Zeitung Mitte nächster Woche beendet sind, dann wird sich das sehr schnell alles in Wohlgefallen auflösen", sagte Präsident Uli Hoeneß SPORT1.

Ähnlich äußerte sich Christian Nerlinger. "Das Echo auf diese Passagen ist viel zu hoch und viel zu polemisch von dem ein oder anderen ausgefallen. Aber ich glaube, dass spätestens in einer Woche von diesem Buch keiner mehr reden wird", erklärte der Sportdirektor bei "LIGA total!".

Nach seiner Ansicht sei Lahms Buch ("Der feine Unterschied") "nett zu lesen" und die Kritik "nicht unter der Gürtellinie": "Deswegen haben wir vom FC Bayern überhaupt keine Veranlassung gesehen, da einzugreifen."

Hoeneß wollte keine Bewertung abgeben: "Ich habe das Buch gelesen. Aber wir vom Verein haben beschlossen, nichts dazu zu sagen."

Lahm müsse im Gegensatz zu einem früheren Interview nicht mit einer Strafe durch den Klub rechnen, obwohl er das Werk den Münchner Bossen vor Veröffentlichung nicht vorgelegt hat.

"Wir haben es nicht autorisiert, denn wenn ein Spieler ein Buch schreibt, muss er uns nicht unbedingt fragen", erklärte Hoeneß. "Er ist ja auch ein mündiger Bürger."

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