Die Sportminister der Länder sind im Kampf gegen die zunehmende Gewalt im Fußball in die Offensive gegangen und haben auf ihrer Konferenz in Weimar einen überraschenden Vorstoß gewagt.

Die Minister beschlossen, dass die Finanzierung von Präventions- und Sanktionsmaßnahmen gegen Krawallmacher neu überdacht werden müsse. In Zukunft soll der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wohl tiefer in die Tasche greifen.

Gleichzeitig wurde vereinbart, dass in Nahverkehrszügen vor Bundesligaspielen ein Alkoholverbot angestrebt wird.

Die Beschlüsse sollen am Runden Tisch von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am 14. November erörtert und womöglich auf den Weg gebracht werden.

Bei der Finanzierung der Maßnahmen gegen Rowdys gab es bislang eine Drittel-Finanzierung. Der Fußball, die Länder und die Kommunen haben sich die Kosten geteilt, die anfallen, wenn etwa Fan-Projekte ins Leben gerufen werden. Diese Drittelung droht zu kippen.

"Wir haben eine neue Situation in den Stadien. Darauf müssen wir reagieren", sagte Thüringens für den Sport zuständige Ministerin Heike Taubert.

Unberührt von der neuen Finanzregelung sollen allerdings die Einsätze der Polizei bleiben.

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