Herbert Fandel hofft auf eine "schnelle Aufklärung" der Schiedsrichter-Steueraffäre, wehrt sich aber gleichzeitig gegen einen "Generalverdacht" gegen die deutschen Referees.

"Wenn ich all dem glauben würde, was derzeit in der Öffentlichkeit kommuniziert wird, dann müssten mir schon die Haare zu Berge stehen. Auch wenn bei den Steuerabgaben möglicherweise nicht alles in Ordnung ist, schadet ein Generalverdacht dem gesamten deutschen Fußball", sagte der Schiedsrichter-Boss nach dem Krisengipfel in der DFB-Zentrale.

Insgesamt stehen 21 deutsche Schiedsrichter unter Verdacht, Steuern nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben.

Zum Gespräch mit DFB-Präsident Theo Zwanziger am Freitag erschienen immerhin 35 der 41 Erst- und Zweitliga-Schiedsrichter. Unter anderem sollen sich deutsche Unparteiische FIFA- und UEFA-Honorare auf ausländische Konten in Liechtenstein und der Schweiz überweisen lassen haben.

Dennoch betonte Fandel: "Wir dürfen uns nicht von der Hektik treiben lassen. Wir wollen keine Gerüchte in die Welt setzen, wir müssen Fakten schaffen. Es liegt in unserem Interesse, die offenen Fragen zügig aufzuklären. Wir werden die Namen der betroffenen Schiedsrichter in aller Ruhe aufarbeiten."

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