Werder Bremens Manager Klaus Allofs sieht den Personalplanungen bei den Hanseaten gelassen entgegen: "Wir müssen keinen Spieler im Winter verkaufen", stellte Allofs im "Doppelpass" auf "SPORT1" klar.

Bei den Verhandlungen mit Torhüter Tim Wiese bezieht Allofs klar Stellung: "Da geht es ums Gehalt."

Allerdings betonte Allofs, dass man "die sportliche Entwicklung in dieser Saison erst abwarten werde."

Seine eigene Zukunft bei den Hanseaten sieht Allofs kritisch: "Es ist so, dass man sich selbst immer wieder überprüfen muss und sich fragt: "Bin ich noch der richtige Mann?"

Etwas anders sieht Allofs die Situation bei Trainer Thomas Schaaf: "Da sind noch keine Abnutzungserscheinungen, Thomas Schaaf ist weiterhin der richtige Trainer für diesen Klub." Allerdings ist eine Vertragsverlängerung mit Schaaf laut Allofs keine "Formsache".

Einen späteren Job bei Werder sichert Allofs Torsten Frings zu: Zu 99 Prozent steht fest, dass Torsten Frings nach seiner Zeit in Toronto bei Werder Bremen tätig sein wird. Er wird seinen Weg als Trainer einschlagen. Sie wie es Dieter Eilts, Thomas Schaaf und andere gemacht haben."

Hinsichtlich der Nationalmannschaft sieht Verteidiger Per Mertesacker weiterhin als wichtige Person in der Abwehr.

"Bei uns war er der Chef und ich sehe ihn auch absolut als Führungspersönlichkeit der Nationalmannschaft", sagte der 54-Jährige im "Doppelpass" auf "SPORT1" über den ehemaligen Bremer.

"Er hat jetzt erst mal einen Wechsel und eine Veränderung des Spielsystems zu verkraften", nimmt Allofs den Neu-Londoner in Schutz. "Deshalb hat er jetzt nicht die absolute Bestform. Aber ich sehe ihn schon in dieser Position bei den nächsten Länderspielen oder auch bei der Europameisterschaft", meinte Allofs.

Der Personalie Claudio Pizarro sieht er gelassen entgegen. "Wir möchten, dass er bleibt. Er weiß, was er an Bremen hat. Da muss was Außergewöhnliches passieren, wenn er Werder verlassen sollte", sagte Allofs.

Der Peruaner besitzt in Bremen noch einen Vertrag bis zum Saisonende mit einer einseitigen Option auf ein weiteres Jahr.

SPORT1-Experte Thomas Strunz beurteilt die Lage an der Weser wiefolgt: "Der Verlust von Torsten Frings hat viele Spieler befreit. Ein Clemens Fritz tritt heute ganz anders auf öffentlich, als er das im letzten Jahr getan hat.

Laut Strunz hat der Weggang von Frings große Wirkung: "Auch Spieler, die auf der Position von Frings spielen, also ein Bargfrede, Ignjovski oder Fritz, das sind Spieler die jetzt auch wieder freier sind in der Struktur, das wirkte alles ein bisschen eingefahren, eingerostet, und auch zwischenmenschlich hat es nicht so gepasst.

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