Reinhard Rauball ist gegen die Ausweitung von Sanktionen in Fußballstadien, die auch nicht gewaltbereite Zuschauer betreffen würde.

"Ein Verschärfen in dem Sinne, dass 99 Prozent der friedlichen Fans sanktioniert werden - da macht die Liga nicht mit", sagte der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Er habe in dieser Frage eine "andere Auffassung" als Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

Am Montag trifft sich in Berlin ein Runder Tisch, bestehend aus Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Ligaverbandes (DFL), Kommunaler Spitzenverbände sowie der vom DFB mitfinanzierten Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), um über die Gewalt im Fußball zu sprechen.

Rauball plädierte zudem für den verstärkten Austausch mit den Fans, deren Vertreter nicht zum Runden Tisch geladen sind. "Ich werde mich dafür einsetzen, dass Vertreter der Dachorganisationen der Fans in der Task Force Sicherheit sitzen werden", sagte der 64-Jährige. Die sich zu bildende Task Force Sicherheit soll Konzepte erarbeiten, wie der Gewalt in und um Fußballstadien vorgebeugt werden kann.

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