Bayern München schwimmt nach wie vor im Geld und könnte weitere Mega-Transfers a la Arjen Robben und Franck Ribery spielend vom legendären Festgeldkonto bezahlen.

Der Fußball-Rekordmeister hat einmal mehr eine hervorragende finanzielle Bilanz aufzuweisen und verfügt nunmehr über eine freie Liquidität von 129,1 Millionen Euro.

Das Eigenkapital der FC Bayern München AG betrug zum 30. Juni 2011 sagenhafte 268,3 Millionen Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 machte der "FC Krösus" bei einem Umsatz von 290,9 Millionen Euro einen Gewinn von 1,3 Millionen Euro.

Diese erneut beeindruckenden Zahlen gab der Tabellenführer der Bundesliga am Freitagabend, rund 24 Stunden vor dem Spitzenspiel gegen Meister Borussia Dortmund, bekannt.

Die sportlich aus Bayern-Sicht äußerst schwache vergangene Spielzeit schlug sich demnach nicht auf die Bilanzen nieder.

Wenn sie wollten, könnten die Bayern die kolportierten 17 Millionen Euro Ablöse für Marco Reus von Borussia Mönchengladbach aus der sprichwörtlichen Portokasse bezahlen.

"Trotz schwieriger Voraussetzungen und trotz der Finanz- und Euro-Krise haben wir wieder einen Gewinn erzielt. Mehr noch: Die Auflagen der UEFA für das Financial Fairplay haben wir damit mehr als erfüllt", sagte Finanzvorstand Karl Hopfner.

Nach dem Rekordumsatz aus der Saison 2009/10 (312 Millionen) verbuchten die Münchner trotz Platz drei in der Liga und des Ausscheidens im Achtelfinale der Champions League den zweithöchsten Umsatz der Historie.

"Der FC Bayern ist für die Zukunft bestens aufgestellt", bilanzierte Hopfner.

Gemeinsam mit der 100-prozentigen Tochter Allianz Arena München GmbH beläuft sich der Umsatz sogar auf 328,5 Millionen Euro (Vorjahr: 350,2).

Das Eigenkapital wurde von 206,4 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2009/10 um fast 62 Millionen Euro gesteigert, die freien Mittel haben die Bayern verglichen mit dem Vorjahr (63,7 Millionen Euro) mehr als verdoppelt.

Weitere Transfers der Größenordnung Robben und Ribery, wie von Trainer Jupp Heynckes für die kommende Nach-WM-Saison angemahnt, sind mit Leichtigkeit zu stemmen.

Die Personalkosten wurden von 164,9 Millionen Euro auf 156,3 Millionen gedrückt, aus Transfers erlöste der FC Bayern 7,1 Millionen Euro.

Sponsoring und Vermarktung brachten 82,3 Millionen Euro, TV- und Hörfunkvermartung weitere 39,2 Millionen, das Merchandising 43,9 Millionen Euro ein. An Steuern zahlte der FC Bayern aber auch 111,7 Millionen Euro.

Außerdem gewann der FC Bayern in den vergangenen zwölf Monaten über 11.000 neue Mitglieder, der aktuelle Stand beläuft sich auf 171.345.

Dazu kommen 2952 Fanklubs (Vorjahr: 2764) mit 204.235 Mitgliedern (192.160).

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