Nach dem Selbstmordversuch des Schiedsrichters Babak Rafati in Köln wird die Polizei auch weiterhin keine offiziellen Stellungnahme zu den Motiven des 41-Jährigen abgeben.

Das erklärte Polizeisprecher Wolfgang Baldes am Dienstagvormittag auf "SID"-Anfrage.

"Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und in einem Fall wie diesem besonders auch aus Gründen der Menschlichkeit kommunizieren wir generell bei Vorgängen im Zusammenhang mit Selbsttötungsabsichten nichts, zumal auch kein Straftatbestand vorliegt. Jeglicher Kommentar wäre für die Genesung der betroffenen Person kontraproduktiv", sagte Baldes.

Am Montag hatte die Kölnische Rundschau unter Berufung auf inoffizielle Informationen eines hochrangigen Ermittlers der Kölner Polizei berichtet, dass Rafati private Gründe für seine Verzweiflungstat gehabt hätte.

Zuvor war seit Bekanntwerden der Vorkommnisse im Vorfeld des später abgesagten Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 am Samstag über einen Zusammenhang des Suizidversuchs mit dem Leistungsdruck auf Schiedsrichter spekuliert worden.

Die polizeilichen Ermittlungen zum "Fall Rafati" sind unterdessen offiziell abgeschlossen.

"Es liegen keine Anzeichen für Fremdverschulden vor", sagte Baldes. Obligatorisch leitete seine Behörde die Akte zu den Vorgängen an die Staatsanwaltschaft Köln zur Kenntnisnahme weiter.

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