Nach dem Selbstmordversuch des Schiedsrichters Babak Rafati (Hannover) in Köln will sich die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht an Spekulationen zu den Motiven des 41-Jährigen beteiligen.

"Wir werden uns dazu nicht äußern, bis die Gründe klar sind", sagte der Sprecher von DFB-Präsident Theo Zwanziger, Stephan Brause, dem "SID".

Zuvor hatte bereits die Polizei erklärt, dass sie keine offizielle Stellungnahme zu den Gründen Rafatis abegeben wird.

Am Montag hatte die Kölnische Rundschau unter Berufung auf inoffizielle Informationen eines hochrangigen Ermittlers der Kölner Polizei berichtet, dass Rafati private Gründe für seine Verzweiflungstat gehabt hätte. Zuvor war seit Bekanntwerden der Vorkommnisse im Vorfeld des später abgesagten Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FC Köl

n und dem FSV Mainz 05 am Samstag über einen Zusammenhang des Suizidversuchs mit dem Leistungsdruck auf Schiedsrichter spekuliert worden.

Auch DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte während einer Pressekonferenz am Samstag kurz nach dem Selbstmordversuch Rafatis von "ungeheuer hohem Druck im Leistungssport" gesprochen.

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