Dieter Hecking hat im Kia-Doppelpass Stellung zum Wechsel von Philipp Wollscheid zu Bayer Leverkusen bezogen.

"Wir mussten Wollscheid nicht verkaufen, schon gar nicht aus wirtschaftlichen Gründen", sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg.

"Wenn der Junge kommt und mir sagt, dass es Anfragen von anderen Vereinen gibt, dann ist es schwer, ihn zu halten. Philipp hat für sich entschieden, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu gehen. Und Leverkusen ist da der richtige Schritt."

Für die Negativserie von acht sieglosen Spielen am Stück machte der 47-Jährige das Verletzungspech des Clubs verantwortlich.

"Wenn man vor der Saison eine Achse mit Schäfer, Pinola, Nilson und Pekhart im Kopf hat, und die dann zum Teil Monate lang ausfallen, dann musst du umdenken und die jungen Spieler reinwerfen. Die kommen zwar mit einer Rieseneuphorie, müssen sich dann aber alles erarbeiten. Wenn dann die Ergebnisse nicht stimmen, beginnt man zu wackeln", erklärte Hecking.

Seine Tätigkeit als Trainer hat er während der Schwächeperiode nicht hinterfragt.

"Da macht sich keine Verunsicherung breit. Wir haben ja die Daten und Fakten und können sagen, woran es liegt", gab sich Hecking selbstbewusst.

Auch zum Abschneiden von Borussia Dortmund auf internationaler Ebene äußerte sich der Nürnberg-Coach.

"In der Champions-League herrscht eine andere Drucksituation. Vielleicht war das aktuell noch zu früh, vielleicht würde die Mannschaft diese Fehler heute nicht mehr machen. Deswegen sage ich trotzdem, dass Borussia Dortmund auch in der Champions-League gute Spiele gemacht hat, auch wenn sie vielleicht nicht weiterkommen sollten", erklärt der Fußballlehrer.

Deshalb rechnet Hecking im Duell um die Meisterschaft neben den Bayern auch mit dem amtierenden Meister. "Ich traue Borussia Dortmund auch dieses Jahr die Meisterschaft zu, gerade wegen der Dreifachbelastung der Bayern."

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