Im Kia Doppelpass auf SPORT1 äußerte sich Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, zur Situation bei den Roten Teufeln, den Tücken des Transfermarkts und der Trainerentlassung von Michael Skibbe bei Hertha BSC Berlin.

"So eine Entlassung schadet der Seriosität des Fußballs. Meiner Meinung nach bringen solche Reaktionen wenig", zeigt sich der "Oberteufel" ohne Verständnis für den Berliner Schnellschuss.

Nach der Niederlage gegen Bayern München fordert Kuntz die altgedienten Tugenden der Pfälzer und lässt die Entschuldigung "wirtschaftliche Rahmenbedingungen" nicht gelten.

"Wir können uns gern über Philosophien unterhalten oder auch über wirtschaftliche Rahmenbedingungen, aber irgendwann kann man das Gerede doch nicht mehr hören", fasst er die Lage in der Pfalz zusammen. "Für uns werden die nächsten Spiele auf wenige Schlagworte reduziert: Herzblut, Leidenschaft, Kampf und Laufbereitschaft. Das sind wir den Fans schuldig, die sehr emotional bei der Sache sind und momentan große Sorgen haben. Wenn die Mannschaft diese vier Schlagworte beherzigt, dann haben wir eventuell eine Chance", so Kuntz.

Auch in Sachen Transfers gibt sich der 49-Jährige pragmatisch und bringt das Dilemma auf eine simple Formel: "Wenn du Geld für einen Volkswagen in der Tasche hast, dann gehst du eben nicht zum Mercedes- oder Porsche-Händler."

Dementsprechend früh versucht er zu reagieren, so auch bei Jakub Swierczok, der "vom Markt genommen wurde, bevor er nicht mehr zu bezahlen ist."

In den Dimensionen eines FC Bayern will sich der ehemalige Nationalstürmer erst gar nicht bewegen. Dementsprechend gering ist das Wissen über die Neuverpflichtung des Rekordmeisters, Xherdan Shaqiri. "Ich muss zugeben, Shakira kenne ich besser", scherzt er.

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