Bayern Münchens Ehrenpräsident Franz Beckenbauer hat deutliche Kritik an Starspieler Arjen Robben geübt. "Die Anerkennung hat er teilweise verspielt. Er ist ein Egoist wie viele andere auch", erklärte Beckenbauer bei "Sky".

Robbens Verhalten auf dem Platz nach guten Aktionen seinerseits sei nicht korrekt: ""Er rennt er nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern auf die Tribüne und grüßt die und so weiter."

Damit isoliere sich der Niederländer zunehmend: "Das sind gefährliche Entwicklungen. Irgendwann sagt der Mitspieler: Wenn ich dir den Ball gebe und ich kriege die Anerkennung nicht zurück, dann kannst du dir den Ball das nächste Mal selbst holen. Da müsste er ein bisschen mannschaftsdienlicher denken."

Die Maßnahme von FCB-Trainer Jupp Heynckes, Robben im Pokal gegen Stuttgart auf der Bank zu lassen, unterstützte Beckenbauer. "Man hätte ihm auch keinen Gefallen getan, wenn er in Stuttgart gespielt hätte", erklärte der "Kaiser": "Er wäre gnadenlos ausgepfiffen worden. Deswegen hat ihn Jupp Heynckes dem Publikum nicht zum Fraße vorgeworfen."

Der niederländische Nationalspieler sei ein Weltklassespieler, der im Moment aber nicht wahrhaben wolle, "dass er noch nicht die Klasse hat wie vergangene Saison, als er wichtige und entscheidende Tore geschossen hat, als er Spiele fast im Alleingang gewonnen hat. So weit ist er noch nicht", meinte Beckenbauer.

Allerdings ist erüberzeugt, dass der 28-Jährige wieder seine Form finden wird: "Er braucht wieder ein Erfolgserlebnis. Wenn er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, dann hat er keinen Konkurrenten, auch einen Thomas Müller nicht."

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