Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat in der vom deutschen Fußball-Rekordmeister selbst entfachten Diskussion um die Schiedsrichter noch einmal nachgelegt.

"Eines ist ganz klar: Dass die Schiedsrichter im Zweifelsfall immer gegen Bayern pfeifen, weil sie dann die ganze Woche Ruhe haben. Unsere Fans nehmen Fehlentscheidungen sehr gut hin, die Fans anderer Vereine machen Telefonterror bei den Schiedsrichtern. Deshalb pfeifen sie im Zweifelsfall immer gegen Bayern", sagte Hoeneß "Sky".

Das Thema hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch in die Welt gesetzt.

"Mir fällt auf, dass die Schiedsrichter im Moment eigenartig pfeifen. Wenn beispielsweise der Herr Kircher in Hamburg ein korrekt erzieltes Tor gibt, dann hätten wir erst gar nicht die Tabellenführung eingebüßt. Man hat manchmal den Eindruck, dass es heißt: Im Zweifelsfall contra Bayern! ", hatte er der "Sport Bild" gesagt.

Referee Knut Kircher wehrte sich bereits gegen die Vorwürfe des Bayern-Chefs. "Ganz klar: Ich pfeife ganz sicher nicht bewusst gegen Bayern München und auch sonst gegen keinen Verein", verdeutlichte er gegenüber dem "Spiegel".

Auch in der Liga werden die Aussagen aus München mit einiger Verwunderung aufgenommen.

"Dass die Bayern benachteiligt werden, kann ich nicht unterschreiben. Es gab ja auch mal die umgekehrte Diskussion, dass die Schiedsrichter im Zweifel für sie pfeifen. Ich finde: Die Schiris machen einen sehr guten Job", sagte Gladbachs Manager Max Eberl der "Bild".

Auch der Mainzer Manager Christian Heidel glaubt das "so ja mal gar nicht. Es ist doch vielmehr so, dass der Aufschrei umgekehrt immer groß ist."

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