In der Diskussion um die Leistungen der Schiedsrichter bei Spielen des FC Bayern hat sich Trainer Jupp Heynckes um Versachlichung bemüht.

Nachdem Präsident Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zuletzt eine vermeintliche Benachteiligung des deutschen Rekordmeisters bemängelt hatten, schlug Heynckes vor, den vierten Offiziellen verstärkt einzubinden.

"Ich könnte mir vorstellen, dass der vierte Mann nicht nur auf die Trainer achtet, sondern bei ganz strittigen Entscheidungen auf einen Monitor guckt", sagte Heynckes am Freitag.

Grundsätzlich, betonte er, wolle er seinem Grundsatz treu bleiben und sich nicht zu Schiedsrichterleistungen äußern, "weil ich der Meinung bin, dass wir alle Fehler machen."

Zu den Aussagen und Vorwürfen aus der Chefetage "möchte ich meine Meinung nicht öffentlich sagen", ergänzte er.

Von seiner Mannschaft erwartet Heynckes, dass sie sich vorläufig nicht mit dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League am kommenden Mittwoch beim FC Basel beschäftigen.

Priorität habe zunächst die Bundesliga-Begegnung am Samstag beim SC Freiburg. "Im Moment", betonte der Trainer des Tabellenzweiten, "können wir es uns in der Liga nicht erlauben, kürzer zu treten, deswegen verbietet es sich, schon jetzt an Basel zu denken."

Zur Aufstellung wollte sich Heynckes erwartungsgemäß nicht äußern, ließ jedoch wissen, dass Arjen Robben "sehr trainingsfleißig" gewesen sei in den vergangenen Tagen und er dem Niederländer auch nicht raten werde, anders zu spielen.

"Er soll sich nicht ändern, er hat seine Charakteristika, die soll er beibehalten", sagte Heynckes.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel