Im dichten Schneetreiben und von rund 300 Fans beobachtet hat Otto Rehhagel am Dienstagmorgen seine Trainingsarbeit beim abstiegsbedrohten Bundesligisten Hertha BSC Berlin aufgenommen.

Um kurz nach zehn und mit einer knielangen Daunenjacke bekleidet begann der sensationell bis zum Saisonende verpflichte 73-Jährige die Mission Klassenerhalt.

Da die Rasenheizung auf dem Trainingsplatz ausfiel, mussten Hertha-Jugendspieler mit Schneeschaufeln den Platz freiräumen.

Zuvor hatte der mit 820 Spielen erfahrenste Trainer der Bundesliga-Geschichte erklärt, den Berlinern nach dem Ende der Saison möglicherweise in einer anderen Funktion treu zu bleiben.

"Wenn man mich um Hilfe bittet, könnte ich mir auch eine Rolle als sportlicher Berater vorstellen", sagte Rehhagel der "Bild"-Zeitung.

Auch die Berliner Klubführung sieht die Möglichkeit gegeben, den Trainer-Fuchs über 2012 hinaus im Verein zu halten.

"Es hat sich gezeigt, dass uns Otto Rehhagel immer verbunden war", sagte Berlins Präsident Werner Gegenbauer und ergänzte: "Es liegt jetzt an uns, seine Erfahrung auch in Zukunft für Hertha zu nutzen."

Am Sonntag war Rehhagel offiziell in der Hauptstadt vorgestellt worden, er ist nach den Entlassungen von Markus Babbel und Michael Skibbe bereits der dritte Trainer des Aufsteigers in dieser Saison.

Nach fünf Ligapleiten in diesem Jahr steht hat die Hertha auf Platz 15 nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten SC Freiburg.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) steht zum Einstand Rehhagels das wichtige Spiel beim direkten Konkurrenten FC Augsburg auf dem Programm.

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