Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht Konkurrent Bayern München finanziell dauerhaft im Vorteil aufgrund der geografischen Lage.

"Bayern ist uns wirtschaftlich Lichtjahre voraus", sagte Watzke der "Sport Bild" und erklärte:

"Sie haben einen dramatischen Vorteil: dass sie in diesem Land sind, das unendlich reich ist. Und dass sie da keine Konkurrenz haben. Der Sponsorenkuchen, der in Bayern gebacken wird, ist doppelt so groß wie der in Nordrhein-Westfalen. Und wenn der dann auf den Tisch kommt, dann sitzt der Uli Hoeneß da und verspeist ihn."

Dagegen gehe Meister Dortmund in Nordrhein-Westfalen aufgrund der großen Konkurrenz ein großer Geldbetrag verloren. "Wir könnten 50 bis 60 Millionen Euro mehr umsetzen, wenn wir der einzige Klub in NRW wären", meinte Watzke.

Dass der BVB schon wieder an der Tabellenspitze stehe, sei nur eine "Momentaufnahme". Die Wahrscheinlichkeit, dass Bayern Deutscher Meister werde, sei am größten. "Sie liegt nicht bei 90 Prozent, aber sie ist die höchste", sagte Watzke.

Dortmund müsse zudem bei Transfers immer eine andere Strategie als Bayern haben:

"Was wir nie machen werden: So wie Bayern über 100 Millionen in die Mannschaft zu stecken. Wir dürfen nicht bequem werden. Wir müssen weiter kreative Lösungen suchen - wieder die Kagawas, Benders, Leitners finden. Wir müssen in anderen Regalen schauen als Bayern ? und dürfen uns nur manchmal vor demselben treffen."

Wie im Falle Marco Reus, bei der die Dortmunder die Nase vorn hatten. Laut Watzke hätte der Gladbacher Regisseur aber in München ein höheres Gehalt verdienen können: "Wir zahlen auch in Euro und nicht in Drachmen. Aber er hätte bei Bayern wesentlich mehr verdient."

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