Die Krise bei Rekordmeister Bayern München könnte laut Udo Lattek auch bald Trainer Jupp Heynckes treffen.

"Uli Hoeneß hat ihn ja schon mal entlassen. Nächstenliebe und Freundschaft gibt es im Fußball nicht", sagte der erfolgreichste deutsche Trainer im Interview bei SPORT1.

"Wenn es in der Mannschaft nicht läuft, ist automatisch der Trainer gefragt, und dann muss der Trainer sich stellen."

Er selbst sei bei den Bayern der einzige Trainer, der freiwillig gegangen sei, "und darauf bin ich stolz", ergänzte der 77-Jährige.

"Wenn irgendwas nicht funktioniert mit der Mannschaft", müsse man einen Schlussstrich ziehen "und sagen: Das war's, es war eine schöne Zeit, jetzt müssen wir wieder was Neues tun. Aber woher soll man jetzt einen guten Mann holen?"

Zur Leistung der Mannschaft in Basel meinte Lattek, der insgesamt sechs Meisterschaften mit den Bayern gewann:

"Die Leistung stimmt mich bedenklich. Da war zu wenig Biss drin. Man muss sich fragen: Woran liegt das, gibt es Streit oder Missgunst in der Mannschaft? Meine Erfahrung sagt mir, dass irgendetwas da ist, das die Mannschaft daran hindert, so zu spielen, wie sie kann. Die Bayern sind keine geschlossene Einheit, und das Feuer hat gefehlt, das Spiel zu gewinnen."

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