Im Shampoo-Streit zwischen dem SC Freiburg und seinem inzwischen gekündigten Profi Yacine Abdessadki könnte es doch noch zu einer Einigung kommen.

Beide Parteien wollen sich am 28. Februar und auf Wunsch des Klubs an einen Tisch setzen, um zu einer Einigung im Rechtsstreit zu kommen.

Mittelfeldspieler Abdessadki hatte vom SC Freiburg Mitte Dezember 2011 die sofortige Kündigung seines bis Mitte 2013 laufenden Vertrages erhalten, weil sich der Franzose im Rahmen des Auswärtsspiels der Breisgauer beim 1. FC Köln (0:4) am 10. Dezember ein "krasses Fehlverhalten" im Hotel geleistet haben soll.

Nachdem Abdessadki gegen die Kündigung geklagt hatte, war am 9. Februar 2012 vor dem Freiburger Arbeitsgericht herausgekommen, dass aus dem Hotelzimmer von Abdessadki fünf Flaschen Shampoo mit einem Gesamtwert von insgesamt 75 Euro entwendet worden waren.

Der 31-jährige Abdessadki hatte vor Gericht zugegeben, eine Flasche Haarwaschmittel mitgenommen zu haben.

Der zuständige Richter Joachim Gohm hatte am Ende der Verhandlung eine "gütliche" Beendigung des Kontraktes zum Ende der laufenden Saison vorgeschlagen und beide Parteien zu einem Annäherungsgespräch aufgefordert.

Auch Abdessadkis Zimmerpartner Garra Dembele soll am kommenden Dienstag als Zeuge an dem Gespräch zwischen dem Klub, der von Sportdirektor Dirk Dufner und SC-Anwalt Joachim Rain vertreten wird, sowie Abdessadki und dessen Rechtsanwalt Werner Schurig teilnehmen.

Schurig hatte bereits angedeutet, man könne sich einigen, aber nur, wenn die Vorwürfe gegen seinen Mandanten von Klubseite mit dem Ausdruck des Bedauerns zurückgenommen würden.

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