Die antisemitischen Beleidigungen gegen den israelischen Profi Itay Shechter vom 1. FC Kaiserslautern kommen nach Ansicht des Lauterer Fanprojektleiters Erwin Ress nicht aus heiterem Himmel.

Ress sagte dem Magazin "11Freunde", dass der FCK, "wie fast alle anderen Vereine auch, einen geringen Zuschaueranteil mit einem rechten politischen Hintergrund" hat.

"Diese Gruppe besteht aus Erwachsenen und hat ein geschlossen rechtes Weltbild. Da helfen keine jugendpädagogischen Maßnahmen. Das ist Sache des Verfassungsschutzes und der Polizei. Unsere Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche durch Aufklärungsarbeit von rechten Fängern fernzuhalten", äußerte Ress.

Laut Ress hat "die aktuelle Debatte um Pyrotechnik beim Fußball dazu geführt, dass Sicherheitskräfte und Vereine beinahe ausschließlich damit beschäftigt sind, Ultras abzutasten und per Kamera zu überwachen".

Leute mit rechten Szene-Klamotten könnten hingegen oft unbehelligt durchs Stadion spazieren.

Am Sonntag hatte eine Gruppe von fünf bis zehn Personen während des Trainings des abstiegsbedrohten Klubs Shechter antisemitisch beleidigt und den "Hitler-Gruß" gezeigt.

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