Vor der Kölner Präsidentschaftswahl am Montag trafen sich die beiden Kandidaten Werner Spinner und Karl-Heinz Thielen am Donnerstagmorgen. Auch Toni Schumacher, der als Vize-Präsident kandidiert, war anwesend.
"Es war ein gutes Gespräch", sagte Thielen dem Kölner "Express": "Wir haben zusammengesessen. Wir haben verabredet, respektvoll miteinander umzugehen."
Ein Verzicht auf die Kandidatur kommt allerdings offenbar nicht infrage. Thielen: "An der Ausgangslage hat sich nichts geändert."
Beide Kandidaten wollen am Montag auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung ihr Programm vorstellen.
Spinner hatte am späten Mittwochabend letzte Zweifel an seinem Antreten bei der Mitgliederversammlung beseitigt.
"Wir werden uns am Montag dem Votum der Mitglieder stellen. In den vergangenen Tagen haben wir zahlreiche Gespräche mit Mitgliedern, Fan-Gruppen und Mitarbeitern geführt. Das bestätigt unsere Entscheidung, als Vorstand des 1. FC Köln anzutreten", teilten Spinner und die designierten Vize-Präsidenten Schumacher und Ritterbach in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Ihre Strategie, mit Unabhängigkeit und Integrationswillen den Verein zu führen, sei richtig. Der 1. FC Köln brauche jetzt "Geschlossenheit, keine Grabenkämpfe". Einigkeit innerhalb des Vereins habe Priorität.
"Eine Spaltung in mehrere Lager ist kontraproduktiv und schadet dem Verein. Deswegen freuen wir uns auf die Mitgliederversammlung am Montag", hieß es weiter in der Erklärung.
Zuvor hatte das vom FC-Verwaltungsrat vorgeschlagene Triumvirat wegen eines möglichen Machtkampfes um die Klubführung noch mit einem Rückzug gedroht.
Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Geißböcke am Montag wird ein Nachfolger für den im November 2011 zurückgetretenen Wolfgang Overath gesucht.
Sollten die Mitglieder Spinner und Co. in zwei Wahlgängen durchfallen lassen, könnte sich Thielen zur Wahl stellen.



