Stefan Kuntz, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, hat die hohen Stadion-Kosten für die finanzielle Situation der Pfälzer verantwortlich gemacht.

Der ehemalige deutsche Nationalstürmer bezifferte die Kosten für das Fritz-Walter-Stadion am Sonntagabend in der "SWR"-Sendung "Flutlicht" pro Jahr auf rund elf Millionen Euro.

Nach Angaben von Kuntz werden jährlich allein 3,2 Millionen Euro Stadionmiete fällig. "In der Bundesliga rentiert sich das Stadion bei über 40.000 Zuschauern", sagte Kuntz.

In der Zweiten Bundesliga wäre das aber nur noch schwer zu erreichen. Zudem beeinhalte der Mietvertrag keine Reduzierung der Kosten im Abstiegsfall.

Zwar habe die Stadt Kaiserlautern dem Verein die Stadionmiete zwar mehrfach gestundet, doch sollten die Pfälzer wieder Gewinne erwirtschaften, müsse diese Stundung mit Zinsen zurückgezahlt werden.

"Die Stadt hat uns nichts geschenkt. Weil sie nicht kann, nicht weil sie nicht will", sagte Kuntz.

Bei der außerordentlichen Mitgliedersammlung der Pfälzer am 9. Mai will Kuntz nun "alle Fehler, die wir gemacht haben, und die finanzielle Situation des Vereins offen legen", sich aber auch "wehren, wenn von außen etwas herangetragen wird, was nicht stimmt."

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