Karl-Heinz Rummenigge verspricht sich von der Verpflichtung seines neuen Vorstandskollegen Matthias Sammer den letzten Kick zum Gewinn von nationalen und internationalen Titeln durch Bayern München.
"95 Prozent sind sehr gut beim FC Bayern. Bei den restlichen fünf Prozent müssen wir diskutieren, was im Detail verändert werden muss", sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters der "Bild am Sonntag".
Rummenigge bezeichnete es als "sehr fruchtbar", wie Sammer seine Aufgabe interpretiere. "Er hebt im Moment jeden Stein beim FC Bayern auf und schaut drunter, ob da alles okay oder etwas verbesserungswürdig ist."
Dass der neuen Sport-Vorstand den Verein grundlegend verändere, glaube er nicht, sagte Rummenigge. Die "letzten Prozentpunkte", seien auf dem Spitzenniveau, auf dem sich der FC Bayern bewege, allerdings "von entscheidender Wichtigkeit".
Meinungsverschiedenheiten zwischen Sammer und Trainer Jupp Heynckes befürchtet Rummenigge (56) nicht. Er habe den Eindruck, dass zwischen beide "kein Blatt Papier passt", sagte der Klub-Chef und versicherte: "Jupp begrüßt, dass er jemanden an seiner Seite hat, der mit ihm gemeinsam die Dinge angeht."
Die Aufgabe von Sammer ist es zudem, einen Nachfolger für Heynckes zu finden. Der Vertrag des Trainers endet nach der kommenden Saison.
Rummenigge mag aber offenbar nicht zu hundert Prozent garantieren, dass Heynckes die Saison beim FC Bayern auch zu Ende bringt.
"Wir werden alles tun, dass Jupp ein gutes und wir gemeinsam ein erfolgreiches haben. Er wird überall unterstützt, wo es notwendig ist. Das ist es, was wir ihm garantieren können", erwiderte er auf die Behauptung, Heynckes habe eine Jobgarantie.



