Axel Hellmann, seit Juni Finanzvorstand von Aufsteiger Eintracht Frankfurt, hat nicht ausgeschlossen, junge Talente wie U-21-Nationalspieler Sebastian Jung sowie die Mittelfeldspieler Sebastian Rode und Sonny Kittel abzugeben.

"Wir müssen jeden Spieler verkaufen können, wenn wir der Meinung sind, dass es uns Möglichkeiten gibt, den Kader an vielen anderen Stellen zu verbessern" sagte Hellmann in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" und fügte an:

"Das ist auch ein Auftrag an die sportliche Führung. Ich denke, wir sollten nicht den Fehler machen, den wir vielleicht in der Vergangenheit gemacht haben, dass wir eine Mannschaft so lange zusammenhalten, bis die Mannschaft viel teurer geworden ist, aber sportlich nicht viel besser."

Der Abstieg 2011 und die damit verbundene Spielzeit in der Zweiten Liga sei den Hessen teuer zu stehen gekommen.

"Wir haben in der Zweiten Liga unsere Reserven samt und sonders verbraucht. Alle Reserven, die wir seit 2005 aufgebaut haben, sind in den letzten zwei Jahren aufgezehrt worden. Wir haben in der letzten Saison einen Verlust von mehr als elf Millionen Euro gemacht. Und unser Eigenkapital ist auf ein Minimum abgeschmolzen", sagte Hellmann.

In die neue Saison gehen die Hessen mit einer realistischen Selbsteinschätzung.

"Wir kennen unsere Wettbewerbssituation, da liegen wir mit 25 Millionen Euro Etat auf Position 14 oder 15. Die Top Neun liegen oberhalb von 50 Millionen Euro. Und da versteht jeder, wie weit der Weg für uns ins obere Drittel der Bundesliga ist", betonte Hellmann.

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