LIGA total!-Experte Bernd Schuster sieht in Javier Martinez, dessen Transfer zum FC Bayern in der Schwebe ist, eher eine Ergänzung zu Bastian Schweinsteiger als einen neuen Impulsgeber.
"Er ist kein Regisseur, kein großer Spielgestalter, keiner, der das große 'Aah' und 'Ooh' im Stadion hervorruft", erklärte der ehemalige Trainer von Real Madrid, Getafe, Levante und Xerez.
Das Problem sei, "dass diese riesigen Millionen hinter einem so jungen Spieler stehen. Bei dieser Summe denken wir doch eher an einen Zauberer, einen klassischen Zehner", meinte Schuster: "Er ist kein Schweinsteiger, er ist eher ein Tymoshchuk."
Seine Stärken habe Martinez in anderen Bereichen: "Javier ist einer, der Schweinsteiger oder Kroos den Rücken decken kann. Er ist ein klassischer Sechser, der auch eine Reihe weiter hinten spielen kann, in der Innenverteidigung. Er spielt auf einer wichtigen Position und ist ein hervorragender Arbeiter im Mittelfeld"
Bayerns Sport-Vorstand Matthias Sammer äußerte sich bei LIGA total! ebenfalls zum geplanten Transfer von Martinez.
"Es gibt keinen neuen Stand, die Fakten liegen auf dem Tisch. Wir brauchen von Bilbao eine schriftliche Formalie, damit der Transfer stattfinden kann. Das ist keine klassische Situation, sondern eine hoch komplizierte Klausel", sagte er.
"Javier ist ein Spielertyp, den wir so nicht im Kader haben, er könnte uns gut zu Gesicht stehen. Wir sind fixiert auf ihn, haben keinen Plan B. Er kann drei Positionen spielen: vor der Abwehr, Innenverteidiger oder rechter Verteidiger. Spieler wie Alonso oder Busquets, die dazwischen grätschen, werden unterschätzt. Sicher ist Javier etwas eigen, aber ein ähnlicher Spieler."
Und Sammer klärte auf: "Er ist robust, hat ein sehr gutes Passspiel, einen guten Kopfball und er kann das Tempo variieren. Barcelona hätte ihn verpflichtet, wenn er in Spanien nicht noch teurer wäre!"



