Rückendeckung für Frank Arnesen: Nach den Vorwürfen gegen den Sportdirektor des Hamburger SV hat sich der Aufsichtsrat hinter Arnesen gestellt.

"Der Aufsichtsrat hat sich heute in einer Sondersitzung eingehend mit den gegen Frank Arnesen erhobenen Vorwürfen beschäftigt", erklärte HSV-Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Otto: "Dabei kam er einstimmig zu dem Ergebnis, dass keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, an der Redlichkeit und Loyalität von Frank Arnesen zu zweifeln."

Dem Dänen wurde vorgeworfen, eine zu hohe Ablösesumme für Neuzugang Milan Badelj bezahlt zu haben, indem er unnötigerweise zwei weitere Berater hinzugezogen hatte.

"Seine Kenntnisse und Informationen habe ich mir zunutze gemacht. Das ist ganz normal", erklärte Arnesen das Hinzuziehen der Berater der "Sport Bild". Die beiden sollten eine Summe im sechsstelligen Bereich gekostet haben.

"Das war ein ganz schlechtes Geschäft für den HSV, weil unnötig viel Ablöse und ein zweiter Berater gezahlt wurde", wird Badeljs Berater Dejan Joksimovic in der "Sport Bild" zitiert.

Der HSV-Vorstand sieht das anders und steht zu seinem Sportdirektor. "Wie bereits dem Aufsichtsrat deutlich gemacht, haben auch wir als Vorstandskollegen keinen Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit von Frank Arnesen", betonte Vorsitzender Carl-Edgar Jarchow.

Nach Angaben der "Sport Bild" soll der HSV 3,5 Millionen Euro für Badelj bezahlt haben. Sollten die Hanseaten die Europa League erreichen, wird ein Nachschlag von 500.000 Euro fällig.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel