Markus Babbel hat sich nach der 0:2-Niederlage seiner TSG Hoffenheim beim FC Bayern von der aktuellen Form der Münchner beeindruckt gezeigt.
"Sie haben eine unglaublich gute Offensive. Das kostet natürlich Körner, diese zu verteidigen. Sie sind wahnsinnig schwer zu schlagen", sagte der Trainer der Kraichgauer im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.
Von seinem Saisonziel, erstmals in der Hoffenheimer Vereinsgeschichte einen internationalen Wettbewerb zu erreichen, rückte Babbel unterdessen auch angesichts der gerade mal sieben Punkte aus den ersten sieben Partien und aktuell drei Zählern Rückstand auf einen Europa-League-Platz nicht ab.
"Da wollen wir hin. Wir haben beste Voraussetzungen: ein sensationelles Trainingszentrum, ein tolles Stadion und tolle Fans. Es ist alles da und jetzt müssen wir eben mal sportlich nachziehen", erklärte der Coach und ergänzte: "Dass das anfangs etwas holprig wird, war mir klar. Zuletzt waren wir eigentlich auf einem guten Weg. Dann ist leider diese Geschichte mit Boris (Vukcevic, Anm. d. Red.) passiert, die uns etwas zurückgeworfen hat. Aber ich bin überzeugt, dass wir an diesen Weg wieder anknöpfen können und es machbar ist."
Der Zustand des schwer verunglückten Vukcevic hat sich rund eine Woche nach seinem Unfall offenbar leicht verbessert.
"Es ist weiter kritisch, aber stabil. Die letzten Signale gingen in eine positive Richtung, sodass wir alle hoffen, dass er es schaffen. Das gibt uns Kraft und Hoffnung", sagte Babbel: "Er ist noch nicht über den Berg. Aber Boris lebt - das ist die allerwichtigste Nachricht."
Die Mannschaft leide aber weiterhin unter der Situation. "Dass das keine einfache Situation ist für alle Beteiligten, das ist klar. Trotzdem haben wir versucht, wieder in den Alltag überzugehen. Es geht weiter. Wir wollen so spielen und so arbeiten, dass wir dem Boris auch ein Stück weit Kraft schicken. Das ist im Sinne von Boris und im Sinne der Eltern", sagte Babbel: "Wenn der Schaden einen Nutzen gehabt haben sollte, dann den, dass wir enger zusammengerückt sind."
U-21-Nationalspieler Vukcevic liegt nach seinem schweren Autounfall am 28. September nach wie vor in der Heidelberger Uniklinik im Koma. Er kämpft nach mittlerweile zwei Operationen aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen um sein Leben.
Zu seiner persönlichen Zukunft sagte Babbel: "Ich habe Vertrag in Hoffenheim und keine Ausstiegsklausel. Ich weiß nicht, woher die Gerüchte um einen Wechsel nach Schalke kommen."



