Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh hat sich im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 zum starken Spiel des DFB-Teams in Irland geäußert - und Bastian Schweinsteiger in Schutz genommen.
Die Kritik nach dessen Aussagen zum verbesserungswürdigen Teamgeist während der EM versteht Veh nicht: "Es hieß immer die Nationalmannschaft holt keinen Titel, weil es zu viel Harmonie gab und dann sagt Schweinsteiger, dass es gar keine Harmonie gab. Und jetzt heißt es, dass wir deswegen keinen Titel geholt haben."
Veh sieht die Rolle von Schweinsteiger als unstrittig an: "Sollen jetzt 22-23-Jährige eine Mannschaft führen? Wir haben viele Spieler, aber die sind noch nicht so weit. Schweinsteiger ist sicher, wenn er gesund ist, unser bester Spieler. Er muss aber auch erst Persönlichkeit entwickeln und dann wird er auch wieder vorangehen."
Generell ist Veh guter Dinge, was die Nationalelf angeht: "Man sieht, dass wir unheimlich viele gute Spieler haben. Wir haben junge Spieler, die ihren Weg auch noch nicht zu Ende gegangen sind. Sie haben noch nicht die Erfahrung, aber ein riesiges Können. Das zeichnet die Nationalmannschaft und die Nachwuchsarbeit aus. Das hatten wir viele Jahre nicht."
Gleichzeitig mahnte er aber, dass die Spieler nicht zu viele Partien bestreiten.
"Man kann dem Verein jetzt auch mal den einen oder anderen Spieler lassen, weil die Spieler in mehreren Wettbewerben unterwegs sind und es zu viel wäre, wenn sie alle Spiele machen", erklärte Veh und ergänzte:
"Wenn dann nach 60-70 Spielen die Weltmeisterschaft kommt, können die Spieler gar kein Top-Niveau mehr haben. Für uns ist es gut, dass wir so viele gute Spieler haben, so kann man einige Spieler auch mal zuhause lassen."
Über den furiosen Saisonstart seiner Eintracht zeigte sich Veh glücklich.
"Es war verdient, dass wir ein paar Punkte geholt haben. Wir hätten sicher das eine oder andere Spiel nicht gewinnen müssen, aber in Gladbach auch nicht verlieren müssen", sagte 52-Jährige.



