Die SpVgg Greuther Fürth will im Gastspiel beim Deutschen Meister Borussia Dortmund mit der Unbekümmertheit des Außenseiters antreten.

"Das ist ein Spiel, in dem du nichts verlieren kannst, sondern nur alles gewinnen", sagte Kleeblatt-Trainer Mike Büskens vor der Begegnung am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!).

Eine Woche vor dem 255. fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg im eigenen Stadion sollen die Spieler des Aufsteigers die Reise nach Dortmund als vielleicht einmalige Gelegenheit begreifen, sagte Büskens: "Das Spiel wird ein Erlebnis, das wir alle aufsaugen sollten. Von so etwas träumt jeder Fußballer. 80.000 Zuschauer, eine tolle Atmosphäre, das sollten die Jungs einfach genießen."

Abgehakt ist laut Büskens das Aufeinandertreffen vergangenen März, als der damalige Zeitligist Fürth im DFB-Pokal-Halbfinale im eigenen Stadion Dortmund durch einen Treffer von Ilkay Gündogan in der 120. Minute 0:1 unterlag.

Nach dem Abpfiff hatte ein heftiges Wortgefecht zwischen dem Dortmunder Kevin Großkreutz und den beiden ehemaligen Schalkern Büskens und Gerald Asamoah auf Fürther Seite für erhebliche Misstöne gesorgt.

"Das ist alles längst ausgeräumt", sagte Büskens, "und solche Wörter wie Hassduell haben im Fußball nichts zu suchen." Auslöser der Streitereien war damals auch ein missglückter Torwartwechsel gewesen.

Büskens hatte unmittelbar vor Gündogans Treffer den als "Elfmetertöter" geltenden Ersatzkeeper Jasim Fejzic für Max Grün eingewechselt. Der Schuss von Gündogan prallte an den Pfosten, von dort an den Rücken von Fejzic und von dort ins Tor.

Büskens will nun lieber an die Leistung vom März anküpfen. "Damals im Halbfinale haben wir einen sensationellen Job gemacht, jetzt müssen wir einen ähnlich sensationellen Job machen, wenn wir eine Chance haben wollen."

Fehlen werden dabei Thomas Kleine (Rot) und Milorad Pekovic (Gelb-Rot) nach ihren Platzverweisen im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:4).

Für Kleine wird der von Dortmund an Fürth ausgeliehene Lasse Sobiech spielen. An Stelle von Pekovic könnte nach einem halben Jahr Verletzungspause (Kreuzbandriss) Robert Zillner zum Einsatz kommen.

Asamoah, zuletzt von Muskelbeschwerden geplagt, ist fit.

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