Obwohl Markus Babbel die geringste Siegquote aller Trainer von 1899 Hoffenheim vorweist und der Klub aus dem Kraichgau nach zwölf Spieltagen noch nie so wenige Punkte wie derzeit (12) auf dem Konto hatte, muss sich der Coach offenbar noch keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen.

"Über den Trainer brauchen wir nicht zu reden. Wir reden untereinander mit ihm", sagte Manager Andreas Müller nach dem 1:3 (0:2) des Herbstmeisters von 2008 gegen den VfL Wolfsburg.

Babbel, der vor Saisonbeginn zur Verwunderung vieler Beobachter den Einzug in den Europapokal als Ziel ausgegeben hatte, muss sich angesichts von nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz mittlerweile mit dem Abstiegskampf beschäftigen.

"Natürlich geht der Blick nach unten", sagte der Europameister von 1996, dessen Team nur eine der zurückliegenden sieben Partien gewonnen hat und die schlechteste Defensive der Liga (26 Gegentore) stellt: "Mann muss sich nur die Punktausbeute anschauen, das ist kein beruhigendes Polster."

Trotz der schwierigen Lage und des anhaltenden Zuschauerschwundes (20.500 Besucher gegen Wolfsburg bedeuteten einen neuerlichen Minusrekord) steht Mäzen Dietmar Hopp noch hinter seinem Trainer.

Er kenne keinen Klub-Verantwortlichen, "der kein Vertrauen in Markus Babbel hat, unabhängig vom Tabellenstand", sagte der Milliardär zuletzt.