Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier hat beim Thema Gewalt im Fußball den Druck auf Vereine und Verbände noch einmal erhöht und auch wieder ein Stehplatzverbot ins Spiel gebracht.

"Wenn in die Diskussion mit DFB und DFL jetzt keine Bewegung kommt, werden wir uns über andere Maßnahmen unterhalten müssen", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der "Passauer Neuen Presse": "Das könnten die Finanzierung von Polizeieinsätzen in Stadien sein, einzelne Stehplatzverbote oder schärfere Einlasskontrollen in Zusammenhang mit Stadionverbotsdateien."

Am 12. Dezember beraten die 36 Vereine aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga auf ihrer mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main über das umstrittene Sicherheitskonzept "Sicheres Stadionerlebnis" der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die Innenminister der Bundesländer treffen sich am Mittwoch in Warnemünde zu ihrer Herbstkonferenz.

Das erste Positionspapier der DFL, die zuletzt intensive Gespräche mit organisierten Fan-Gruppierungen und den Sicherheitsbeauftragten geführt hat, war auf massive Kritik gestoßen.

Zahlreiche Fan-Organisationen und Vereine hatten das Konzept abgelehnt. An den beiden vergangenen Spieltagen hatten die Fans in fast allen Stadien der Bundesliga und 2. Liga aus Protest für zwölf Minuten und zwölf Sekunden geschwiegen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel