Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich eindeutig gegen zu intime Kontrollen bei Fußball-Fans aus.

"Wer ernsthaft erwägt, über durchgängige Leibesvisitationen und Nacktkontrollen von Fans die Sicherheit im Stadion zu erhöhen, schießt nicht nur deutlich am Tor vorbei, sondern verlässt gänzlich den Boden der Verhältnismäßigkeit", sagte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut.

Dass es einigen Zuschauern gelinge, auf "unappetitliche Weise" pyrotechnische Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln, müsse in Kauf genommen werden. Einen Generalverdacht gegen Fußballfans rechtfertige das nicht. "Das Abbrennen von Bengalos ist allerdings nicht verhandelbar", sagte Witthaut: "Es stellt eine Straftat dar und muss kompromisslos verfolgt und bestraft werden." Zudem forderte der 57-Jährige die Vereine auf, ihr Sicherheitspersonal besser auszubilden.