Bernd Heynemann nimmt Schiedsrichter Wolfgang Stark im Zusammenhang mit der unberechtigten Roten Karte gegen Dortmunds Marcel Schmelzer in Schutz.

Der ehemalige Referee sagte im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1: "Für mich sah es so als, ob er versucht, mit allen Körperteilen das Tor zu verhindern. Ich habe sofort gesagt: Das ist Elfmeter."

Danach fügte Heynemann an: "Bei näherer Betrachtung sieht man, dass es vielleicht kein Strafstoß war."

Stark geriet nach einer strittigen Entscheidung in der Partie Borussia Dortmunds gegen den VfL Wolfsburg in die Kritik.

BVB-Verteidiger Schmelzer hatte einen Schuss von Bas Dost auf der Linie abgewehrt, nahm dabei beide Arme vor den Körper. Der Ball prallte aber nur an Schmelzers Knie und Oberschenkel.

Den anschließenden Elfmeter verwandelte Diego zum 1:1-Ausgleich.

Stark gab dem Dortmunder eine Rote Karte und entschied auf Elfmeter. Nach der Partie hatte sich der Schiedsrichter für den "Wahrnehmungsfehler" entschuldigt.

Heynemann urteilte: "Es war ein spiel-entscheidender Fehler, aber er hat das Spiel nicht entschieden."

Kritisch beurteilte Heynemann allerdings die Regelauslegung von Schiedsrichter Dr. Jochen Drees im Spiel zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern München.

Drees hatte nach einem Handspiel von Augsburgs Gibril Sankoh im Strafraum zunächst den Vorteil für die Bayern laufen lassen, anschließend aber doch noch auf Strafstoß entschieden.

"Wenn der Schuss dann so schwach ist, kann ich nicht hinterher sagen: 'April, April, ich nehme das zurück'", sagte Heynemann:

"Wenn kein Pfiff erfolgt, geht es weiter."

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