Liga-Chef Reinhard Rauball hat erneut seine Befürchtungen geäußert, dass im Falle einer Ablehnung des umstrittenen DFL-Sicherheitskonzepts die Autonomie des Profifußballs gefährdet sein könnte.

"Es ist ein ganz schmaler Grat. Wir müssen aufpassen, dass wir unsere Souveränität nicht verlieren", sagte Rauball der "Bild".

Er erklärte: "Es geht um die Frage: Können die 36 Profiklubs ihre Hausaufgaben eigenverantwortlich machen und anschließend auch entsprechend selbstbewusst gegenüber Politik und Polizei auftreten? Denn es geht auch um die Abwehr von Eingriffen aus der Politik."

Bei der Vollversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Frankfurt/Main soll kommenden Mittwoch das neue Konzept von den 36 Vereinen der Bundesliga und 2. Liga abgesegnet werden. Einen ersten Entwurf hatten gleich mehrere Vereine abgelehnt.

Am vergangenen Wochenende demonstrierten im gesamten Bundesgebiet mehrere Tausend Fans gegen das Konzept. An den letzten drei Spieltagen hatte es in den ersten 12 Minuten und 12 Sekunden einen stummen Protest gegeben.

Bereits am Freitag hatten die Innenminister erneut den Ton verschärft und mit weitreichenden Konsequenzen gedroht, falls die Liga nicht zu einem Konsens komme. Eine Beteiligung an den Kosten für Polizeieinsätze sei dann unumgänglich, stellten die Politiker deutlich heraus.

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