Auch knapp vier Wochen nach dem Abschied von Klaus Allofs zieht sich die Suche von Werder Bremen nach einem neuen Sportdirektor weiter hin.

"Wenn man für den Richtigen vielleicht zwei, drei Monate warten muss, weil eventuell jemand in einem bestehenden Vertragsverhältnis ist, dann können wir auch gut warten", sagte Klaus Filbry, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung, im "NDR" und warb um Geduld: "Es ist eine extrem wichtige Personalie, deswegen sollte man auch den Richtigen finden."

Als Favorit auf die Allofs-Nachfolge in Bremen gilt weiter Marc Kosicke, der mit dem Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff die Berateragentur Projekt B gegründet hat.

"Die Gremien haben in der Tat ihn gesehen und halten ihn auch für einen sehr guten Kandidaten", sagte Filbry: "Ich denke, er ist jetzt in einem ganz normalen Prozess, ob er diesen Weg zu einem Verein gehen oder weiterhin in der Selbstständigkeit bleiben möchte."

Allofs war im vergangenen Monat als Geschäftsführer und Sportdirektor nach 13 Jahren von Werder zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg gewechselt.

Danach hatte Bremens Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke auf eine schnelle Nachfolgeregelung gedrängt. In dieser Woche ist eine Entscheidung allerdings nicht zu erwarten. Lemke ist in seiner Rolle als UNO-Sonderbotschafter unterwegs und bis Samstag nicht in der Stadt.