Chaos auf der Brasilien-Reise des Hamburger SV: Die exakt durchgeplante Tour zur Eröffnung der neuen Arena von Gremio Porto Alegre entwickelte sich vor Ort zu einem ungewollten Abenteuertrip für den Bundesligisten.

Erst verschob der brasilianische Spitzenklub den Anstoß zum Freundschaftsspiel kurzerhand um mehr als 90 Minuten, dann prügelten sich Fans des Gastgebers auf den Rängen der nagelneuen, 60.500 Zuschauer fassenden Arena. "Die sind echt bescheuert", sagte Sportchef Frank Arnesen der "Bild".

Nach dem 1:2 des HSV auf einem kaum bespielbaren Platz, den Abwehrspieler Dennis Diekmeier als "lebensgefährlich" bezeichnete, ging das Durcheinander weiter. Die Duschen funktionierten nicht, "nach zwei Tropfen war Schluss", sagte Mittelfeldspieler Tolgay Arslan.

Als der Bus des HSV daraufhin zügig zum Hotel fahren wollte, funktionierte auch dies nicht. Die Polizei wartete auf den Gremio-Bus, erst nach 35 Minuten fuhren die verschwitzten Hanseaten in Richtung ihres Hotels, das sie um 1.30 Uhr erreichten.

Viel Aufregung auf der Reise, zu der die HSV-Profis direkt nach dem 2:0 am Freitagabend gegen 1899 Hoffenheim aufgebrochen waren. Am Dienstagmorgen um 7.00 Uhr soll der HSV, der 825.000 Euro für den Trip kassiert, wieder in Hamburg landen.

Vier Tage später wartet die schwierige Bundesliga-Aufgabe bei Bayer Leverkusen auf die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink.

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