Hamburger SV hat auf den starken Druck seiner Fans reagiert und den Vertrag mit dem britischen Ticket-Anbieter Viagogo gekündigt. Die Kündigung tritt zum nächstmöglichen Zeitpunkt am 31. Juli 2013 in Kraft.

"Es war wichtig, zu diesem Thema den Dialog mit Vertretern der Mitgliedschaft zu suchen", sagte Marketing-Vorstand Joachim Hilke.

Zuvor hatte es Ärger mit den Fans gegeben, die die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Ticketbörse als "Kriegserklärung" verstanden und einen schnellstmöglichen Ausstieg aus dem Vertrag gefordert hatten.

Viagogo bestand dagegen auf der Darstellung, selbst die Kündidung erwirkt zu haben, da sich "unsere Ansprechpartner beim HSV von Beginn des Vertragsverhältnisses an nicht an die wesentlichen Punkte des Vertrages gehalten haben."

Das Unternehmen betonte, dass "die Kündigung nicht in der Kritik einiger weniger HSV-Fans" begründet liege.

Um einen wirtschaftlichen Ausgleich zu schaffen, gab der HSV gleichzeitig bekannt, die Dauerkartenpreise zur Saison 2013/14 erstmals seit fünf Jahren zu erhöhen.

"Der Vorschlag zu dieser neuen Preisstruktur kam aus dem Fanlager", sagte Oliver Scheel, Vorstand für die Belange der Mitglieder. Zudem werden auch die Mitgliederrabatte über alle Preiskategorien auf einheitlich 20 Euro angepasst.

"Ich bin überzeugt, dass wir jetzt gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die allen zu vermitteln ist", sagte Ralf Bednarek, Chef des Hamburger Supporters-Fanklubs.

Viagogo darf laut bestehendem Vertrag pro Heimspiel 1500 Karten mit einem Aufschlag von bis zu 100 Prozent zum regulären Preis verkaufen. Der HSV kassiert durch den Deal zurzeit garantierte 800..000 Euro pro Saison.

Hinzu kommen 85 Prozent vom Verkauf jeder Karte. Der Zwei-Jahres-Vertrag gilt seit Anfang dieser Saison, durfte aber zum 31. Juli 2013 vorzeitig gekündigt werden.

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