Hannovers Präsident Martin Kind zeigt sich beim Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 von der durchwachsenen Saison der 96 nicht überrascht und erklärt, dass der Bundesligist im Winter nachrüsten wird.

"Die letzten zwei Jahre waren super, in der Liga und auch in der Europa League. Es war zu erwarten, dass der Aufwärtstrend so nicht fortzusetzen ist", erklärte Kind.

"Generell ist der Januar der schlechteste Monat, um Spieler zu verpflichten. Die angebotenen Spieler sind durchschnitt und die Preise astronomisch. Darum werden wir mit Vernunft und Realismus an die Sache herangehen. Wir wollen schließlich kein Kapital verbrennen. Wir suchen auf zwei Positionen Verstärkungen: In der Vierekette und im defensiven Mittelfeld."

Grund zur Panik besteht nach Meinung des 96-Bosses aber nicht: "Wir wissen, wo wir stehen und kennen unsere Problem. Das Team ist gut und wird seine Leistung wieder abrufen."

Allerdings gestand Kind auch ein, dass die lange Diskussion um die Vertragsverlängerung von Trainer Mirko Slomka negativen Einfluss auf die Leistung der Mannschaft gehabt haben könnte. "Die fünf bis zehn Prozent die gefehlt haben, können auch an diesem Prozess hängen", erklärte er.

Grundsätzlich sei man sich in den Gersprächen mit Slomka schnell einig gewesen, die Verzögerungen hätten andere Gründe gehabt, allerdings habe Slomka kein Angebot eines anderen Vereins gehabt, so Kind weiter: "Da war ich sehr tolerant und habe gesagt: 'Warten wir bis zum 20. Dezember'. Das war falsch."

Den Trainerentlassung von Huub Stevens bei Schalke 04 sieht Kind nach der Vertragsverlängerung mit Slomka entspannt: "Ich bin froh, nicht in der Schalker Haut zu stecken, und das wir bei Hannover solche Probleme nicht haben."