Nürnbergs Manager Martin Bader hat sich im SPORT1-Interview traurig über den plötzlichen Wechsel von Trainer Dieter Hecking zum VfL Wolfsburg geäußert. "Ich bin sehr enttäuscht, aber nicht verbittert", erklärte Bader.

"Ich habe natürlich versucht, noch mal alles in die Waagschale reinzulegen, was unseren Verein ausmacht und auch unsere dreijährige Zusammenarbeit, die absolut erfolgreich war. Dafür bin ich ihm auch sehr dankbar, es ist nicht nur Enttäuschung da", versicherte Bader, dessen Kampf um Hecking dennoch erfolglos blieb: "Ich kann auch vieles verstehen, aber ich habe in den letzten Wochen und Monaten, wo es mal nicht so gelaufen ist, gezeigt, dass ich auch in schwierigen Phasen zu ihm stehe."

Nach Gründen für Heckings Entscheidung muss Nürnbergs Manager nicht lange suchen: "Die sportliche Perspektive, die Wirtschaftlichkeit und die räumliche Nähe zu seiner Familie sind die drei Schlagworte, das ist doch klar."

Dennoch zeigte sich Bader enttäuscht, dass es trotz Verhandlungen nicht gelungen ist, Hecking zumindest bis zum Sommer zu halten "damit ich auch noch Zeit habe eine vernünftige Nachfolgeregelung hinzubekommen". Bader hätte sich gewünscht "dass wird das ein bisschen eleganter hinkriegen".

Dass Nürnbergs U-23-Trainers Michael Wiesinger ein Kandidat für die Hecking-Nachfolge sei, wollte Bader nicht bestreiten, erklärte aber: "Ich muss mir jetzt Gedanken machen, werde nichts ausschließen mit Wiesinger, aber ich werde keinen Favoriten nennen. Wiesinger ist zumindest eine sehr gute Alternative, sonst würde er nicht bei uns im Verein arbeiten. Es wäre ja absurd, wenn wir Trainer im Nachwuchsbereich hätten, denen wir nicht auch vertrauen."

Trotz des schnellen Abschieds will Bader gegen den Ex-Trainer nicht nachkarten: "Ich bin froh, dass wir schon 20 Punkte haben und eine intakte Mannschaft. Hecking hinterlässt hier keinen Scherbenhaufen."

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