Vor dem Trainingsstart des 1. FC Nürnberg am Donnerstag (14 Uhr) versprüht der neue Cheftrainer Michael Wiesinger viel Euphorie und sieht sich nicht als Notlösung. Der Verein hatte sich kurz vor Weihnachten für den gebürtigen Burghausener als Nachfolger für den nach Wolfsburg abgewanderten Dieter Hecking entschieden.

"Ich habe es nicht als Geschenk aufgefasst, weil so eine Entscheidung vom Verein auch nicht einfach so getroffen wird", sagt Wiesinger im SPORT1-Interview.

"Ich denke, dass ich das auch durch meine ehrliche Arbeit verdient habe. Der Zeitpunkt hat mit Weihnachten und meinem Geburtstag perfekt gepasst, aber es geht rein um das sportliche. Ich wohne seit sechs Jahren in Nürnberg und von daher ist es schon ein Glücksfall, dass es jetzt passt."

Wiesinger spricht davon, dass er sich aus der Arbeit und aus den Gesprächen mit Hecking vieles abgeguckt habe. "Es hat schon Spaß gemacht mit ihm", betont der neue Cheftrainer des fränkischen Traditionsvereins.

Doch er fügt hinzu: "Ich will keine Kopie sein. Ich bin Michael Wiesinger und habe meine eigenen Vorstellungen, was die Spielidee betrifft."

Imponiert habe Wiesinger, "wie Dieter Hecking mit der Mannschaft umgegangen ist und es geschafft hat, im ganzen Verein einen Zusammenhalt vorzuleben. Ich möchte mich aber nicht mit ihm vergleichen, weil er schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat."

Wiesinger ist von seiner Mannschaft überzeugt und freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Armin Reutershahn. "Man hat in Nürnberg unter Hecking einen erfolgreichen Weg eingeschlagen. Armin und ich wollen nicht alles verändern, sondern wollen den Weg weitergehen."

Und weiter: "Natürlich wird durch mich die eine oder andere neue Idee reinkommen, aber ich weiß auch, dass das Ganze solide dasteht. Ich kenne alles beim Club und habe eine Überzeugungskraft in mir, dass ich sage, wir schaffen das zusammen. Ich freue mich, wenn es losgeht."

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