Ex-Profi Willy Sagnol sieht die Spieler des FC Bayern nach ihren drei zweiten Plätzen aus der Vorsaison in der Bringschuld.

"Im letzten Jahr gab es keinen Titel, aber Zweiter in der Liga zu werden und im Pokal- und Champions-League-Finale zu stehen, da konnte man nicht von einer schlechten Saison sprechen", erklärte der ehemalige Außenverteidiger der Münchner gegenüber SPORT1 und ergänzte: "Doch am Ende fehlten eben Titel und Bayern ist immer hungrig nach Titeln."

Momentan wähnt der 35-jährige Franzose die Bayern auf einem guten Weg: "Man hat in der Hinrunde der aktuellen Saison gezeigt, dass man wieder da ist. Die Spieler sind hochmotiviert und zwölf Punkte Vorsprung auf Dortmund zeigen, in welchem Topzustand der FC Bayern ist."

Zugleich betonte er aber auch noch mal: "Was für mich aber zählt, ist, was am Ende dieser Saison rauskommt. Wenn der Verein dieses Jahr nichts Großes gewinnt, dann müssen einige Veränderungen vorgenommen werden."

Diese Veränderungen könnten nach Sagnols Ansicht auch die Trainerposition betreffen. "Was Jupp Heynckes bisher geleistet hat, ist super. Die Frage ist nur, wie Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer die Zukunft der Bayern sehen. Planen Sie ein neues Projekt von vier oder fünf Jahren, dann müsste am Saisonende ein neuer Trainer her", so der Champions-League-Sieger von 2001.

Den früheren Coach des FC Barcelona, Josep Guardiola, kann sich Sagnol aber nur schwer als möglichen Heynckes-Nachfolger vorstellen:

"Guardiola hat in Barcelona nur einmal eine Mannschaft trainiert, aber da gibt es viele Topstars. Ich will damit nicht sagen, dass jeder Trainer mit Barca Meister wird, aber da waren Spieler wie Lionel Messi oder Cesc Fabregas in seinem Team. Ob er bei Bayern diesen Erfolg haben könnte, ist eine andere Frage, weil der deutsche Fußball ein anderer ist als der spanische. Ich bin aber skeptisch, ob Guardiola bei Bayern funktionieren kann."

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