Nach seinem geplatzten Engagement beim VfL Wolfsburg hat sich Bernd Schuster tief enttäuscht über die Verantwortlichen der "Wölfe" geäußert.

"Im Nachhinein muss ich sagen, dass dort nicht mit offenen Karten gespielt wurde. Wenn man so nah dran war und einem dann die Tür zugeschlagen wird, ist das schon extrem bitter", sagte Schuster im Gespräch mit der "Welt am Sonntag".

Der frühere Nationalspieler war in Wolfsburg als Trainer im Gespräch, bis ihm Dieter Hecking vorgezogen wurde.

"Sie müssen sich vorstellen: Ich stand am Donnerstag, den 20. Dezember, schon auf dem Flughafen in München, um nach Hannover weiterzufliegen und von dort nach Wolfsburg zu fahren", sagte LIGA total!-Experte Schuster:

"Es sollte ein letztes Gespräch geben, am Freitag sollte ich vorgestellt werden. Meine Koffer waren schon im Flieger und ich stand mit meiner Bordkarte davor, als ich einen Anruf bekam und das Treffen abgeblasen wurde. Ohne Begründung."

Kein gutes Haar ließ Schuster an seinem früheren Nationalmannschaftskollegen Klaus Allofs, dem Manager der "Wölfe".

"Es hieß immer, ich sei der Topkandidat und es gäbe keine zweite Option. Allofs sagte mir, ich sei die Idealbesetzung für Wolfsburg. Ich habe Allofs geglaubt, dass ich die einzige Option bin."

Nach der Absage des Treffens habe er versucht, Allofs zu erreichen - ohne Erfolg. "Als ich wieder zurück in Spanien war, habe ich ihm noch nachts eine SMS geschrieben mit der Bitte um ein klärendes Gespräch. Das hat bis heute nicht stattgefunden", sagte Schuster.

Der 53-Jährige ist seit seiner Entlassung bei Besiktas Istanbul im März 2011 ohne Trainerjob. In Deutschland hat Schuster bislang ohnehin nie Fuß fassen können.

Seine Engagements bei Fortuna Köln und dem 1. FC Köln standen unter keinem guten Stern. Einzig in seiner Wahlheimat Spanien hatte der "blonde Engel" Erfolg. Mit Real Madrid gewann er 2008 die Meisterschaft.

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