Manager Fredi Bobic vom VfB Stuttgart hat den zögernden Trainer Bruno Labbadia in Sachen Vertragsverlängerung unter Druck gesetzt. Er will die Situation schnell klären. "Wir haben uns jetzt im Januar vorgenommen, da einen Haken dranzumachen. Im Positiven oder Negativen...", stellte Bobic am Freitag bei SPORT1 klar.

Bobic sagte: "Wenn wir es zusammen machen, dann machen wir es konsequent zusammen. Oder wir werden es lassen. Es gibt nur diese zwei Optionen. Natürlich gibt es auch Diskussionen, wenn eine Sache immer länger dauert, die unnötig sind, die Unruhe stiften können. Die wollen wir vermeiden."

Der VfB möchte Labbadia, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, gerne so schnell wie möglich für zwei weitere Jahre binden. Der 46 Jahre alte Coach betonte aber zuletzt, er habe in dieser Angelegenheit "keinen Zeitdruck".

Bobic (41) sowie VfB-Präsident Gerd Mäuser (54) wollen am Rande des Trainingslagers der Schwaben in Belek/Türkei Gespräche mit dem Trainer führen. Labbadia ziert sich, weil ihm zum einen die meist negative Grundhaltung im Umfeld missfällt.

Zum anderen hat er die Sorge, seine Ziele mit den finanziell klammen Stuttgartern auf Dauer nicht erreichen zu können. Dass der VfB etwa für den vor wenigen Tagen abgewanderten Verteidiger Maza keinen gestandenen Ersatz holen konnte, war für Labbadia schwer zu akzeptieren.

Auch deshalb kokettierte er nun mit seinem Abschied. "Ich hätte keine Angst davor, acht Monate oder auch ein Jahr lang nichts zu machen", sagte er. Und: Alles sei möglich - der VfB, ein anderer Bundesligaklub, der Wechsel ins Ausland.

In der Hinrunde beschwerte sich Labbadia immer wieder über die unzufriedenen Fans ("das Glas ist immer halb leer") und die Rahmenbedingungen seiner Arbeit. Jetzt hofft er, dass Bobic bis Ende Januar wenigstens einen Stürmer kauft, "der am besten variabel einsetzbar ist".

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