Beim Wiedersehen mit Raul hat Schalke 04 einige Gastgeschenke verteilt. Der Bundesligist mühte sich im ersten Testspiel des Jahres gegen den Al-Sadd Sports Club aus Doha, für den der 35 Jahre alte Spanier seit Sommer spielt, zu einem mageren 3:2 (2:2).

Die Schalker Tore gegen Al-Sadd, aktueller Tabellenführer in Katar, erzielten Klaas-Jan Huntelaar (6.), Julian Draxler (35.) und Benedikt Höwedes (66.). Für die Kataris trafen Ali Asadalia Qambar Baqer auf Vorlage von Raul (43.) und Saeed Abuthaher (45.+1).

Am vierten Tag des Trainingslagers in Katar machte der Tabellensiebte aus Deutschland, der zuletzt neun Pflichtspiele in Serie nicht gewinnen konnte, nach intensiven Einheiten einen äußerst müden Eindruck. Schalkes neuer Coach Jens Keller wechselte vor gerade einmal 200 Zuschauern zudem fleißig durch.

Seine vermeintlich stärkste Besetzung wird Keller, der auch einige Spieler wie den künftigen Engländer Lewis Holtby (Tottenham Hotspur) schonte, wohl erst am Dienstagabend in der Partie gegen Bundesliga-Konkurrent Bayern München aufbieten. Der Rekordmeister bereitet sich derzeit ebenfalls in Doha auf die Rückrunde vor.

Die Königsblauen, bei denen Christoph Moritz kurz vor Schluss verletzt raus musste, ließen gegen Al-Sadd vor allem in der ersten Hälfte viele Chancen zu. Keeper Ralf Fährmann musste öfter eingreifen als ihm lieb war, so auch bei einem Schuss von Raul (14.).

Für den früheren Real-Star, der in der 76. Minute ausgewechselt wurde, war es eine besondere Partie. Seine Verbundenheit zum FC Schalke, bei dem er zwei Jahre unter Vertrag stand, hatte er bereits gezeigt, als er seine ehemaligen Kollegen am Donnerstagabend am Flughafen zusammen mit seiner Frau herzlich empfangen hatte.

Auch den Bayern stattete er am Sonntag im Hotel Grand Heritage wenige Stunden vor der Partie gegen Schalke einen Besuch ab. Mit Münchens Coach Jupp Heynckes hatte Raul 1998 im Real-Trikot die Champions League gewonnen.

Bei Schalke stehen ab Montag die Nachzügler Jefferson Farfan und Edu wieder zur Verfügung. Beide hatten wegen Visaproblemen zunächst nicht nach Katar einreisen dürfen. Der Peruaner und der Brasilianer kamen deshalb am späten Sonntagabend nach, nachdem die Kataris endlich die Genehmigung erteilt hatten.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel