Fanforscher und Sportsoziologe Gunter A. Pilz zeigt sich durch die neuerlichen Pyrotechnik-Vorkommnisse beim Rückrundenstart überrascht und schockiert, rechnet aber dennoch mit einem baldigen "Ende der Eiszeit" zwischen Fans, Vereinen und Verbänden.

"Mich hat in der Tat überrascht, dass es wieder zu Pyrovorfällen gekommen ist", sagte Pilz:

"Aber es kommt nicht von ungefähr, dass es in den Reihen der Frankfurter Ultras passiert ist, die offensichtlich mit ein paar unbelehrbaren Spinnern zu tun haben. Nun kommt es wirklich darauf an, wie das Gros der Frankfurt Fans und Ultras reagiert."

Dennoch zeigte sich der Honorarprofessor der Universität Hannover grundsätzlich optimistisch. "Wenn man sich auch von den jüngsten Vorfällen nicht beirren lässt, und Verein wie Fans drauf auch eindeutig reagieren, könnte ein Ende des Eiszeit in Sicht sein", sagte Pilz.

Insgesamt sieht er eine gute Entwicklung. "Die großen Wellen, die das Sicherheitspapier geschlagen hat, haben dazu geführt, dass Vereine und Fans aufeinander zugegangen sind", erklärte der 68-Jährige: "Alle Seiten sind offenbar gewillt, diese Chance, sich aufeinander zuzubewegen, zu nutzen."

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