Der Wechsel seines Enkels Levin Öztunali vom Hamburger SV zu Bayer Leverkusen hat bei der HSV-Legende Uwe Seeler eine heftige Reaktion ausgelöst.

Der ehemalige Stürmer der Hanseaten attakierte seinen Ex-Klub im Gespräch mit SPORT1 scharf. "Ich werde immer HSVer bleiben. Aber das ist nicht mehr der HSV, den ich kenne", sagte der 76-Jährige und springt seinem Enkel zur Seite: "Wie das alles gelaufen ist, ist nicht glücklich. Ich stehe voll hinter Levins Entscheidung. Die hat mit Geld nichts zu tun, sonst hätte er zu den Bayern gehen müssen."

"Der HSV hat ihm per Vorstandsbeschluss mitgeteilt, dass er bis zum Ende der Saison nicht mehr spielen und trainieren darf. Das ist armselig vom Verein und schlimm für den Jungen", sagte der DFB-Ehrenspielführer.

Diese Sicht der Dinge widerspricht allerdings der Aussage des Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow, der erklärte, dass der HSV dem Youngster ein gutes Angebot gemacht hat.

"Jetzt will zu dieser Entscheidung niemand stehen. Man wird sehen, wie es weitergeht", schimpfte Seeler und kritisierte die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins: "Wenn man von Tradition redet, muss man sie auch leben. Es kann nicht nur allein um Berufsfußball gehen. Es geht auch um die Seele des Vereins. Jeder macht Fehler, aber man darf nicht zehn Jahre lang den gleichen Fehler machen. Es verlassen einfach zu viele Talente den HSV."

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