Bayern Münchens Verteidiger Jerome Boateng hat mit Blick auf seinen Platzverweis in der Champions League gegen BATE Borissow im SPORT1-Interview Selbstkritik geübt.

"Die Rote Karte gegen Borissow war sicher blöd. Ich habe mir damit selbst am meisten wehgetan, fehle in den beiden Spielen gegen Arsenal", meinte der 24-Jährige.

Allerdings ärgerte er sich: "Was danach zum Foul im Training gegen Javi geschrieben wurde, war aber nicht in Ordnung. Bei welchem Spieler heißt es sonst ein "brutales Foul", wenn so etwas im Training passiert? Das heißt es doch nur, weil es um meinen Namen geht."

Er lasse sich davon aber nicht beirren, versicherte Boateng: "Für mich ist wichtig, was Trainer und Manager mir vorgeben."

Beim DFB-Team, das am Mittwochabend (21 Uhr) gegen Frankreich spielt, will sich Boateng als Innenverteidiger durchsetzen: "Ich bin in der Nationalelf nach innen gerückt, fange dort bei null an und versuche mich reinzudrängen und will auch auf lange Sicht innen spielen. Ich weiß, was ich für Qualitäten habe und bin recht zuversichtlich."

Dass er beim FCB zuletzt nur noch Ersatz war, sorgt Boateng nicht: "Ich bin gut drauf und trainiere sehr gut, ich weiß, was ich kann und dass ich wieder spielen werde. Ich mache mir überhaupt keinen Kopf. Natürlich bin ich ehrgeizig und will spielen. Ich bin nie zufrieden auf der Bank. Im Moment spielt jedoch Daniel, und er spielt gut. Das freut mich und ist wichtig für die Mannschaft. Ich weiß, dass der Trainer mir vertraut, alles andere zählt nicht."

Deutlich Worte fand der Verteidiger nach dem Rassismus-Eklat um seinen Bruder Kevin-Prince Boateng für die Zuschauer, die den Milan-Spieler beleidigt hatten: "Idioten wie da sterben leider nicht aus."

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